28. Mai 2018
TVB Tiroler Oberland

20 Jahre Naturpark Kaunergrat

Naturschutz und nachhaltige Regionalentwicklung prägen die Arbeit, die in den zwei Jahrzehnten des Bestehens geleistet wurde. Die neun Gemeinden des Naturparks etablierten sich erfolgreich als naturtouristisches Angebot in der Region.

Im Mai 1998 gründeten die Bürgermeister der neun Naturparkgemeinden aus dem Pitztal, Kaunertal und Inntal den Naturparkverein. Obmann des Vereins ist seither der Fließer BGM Ing. Hans-Peter Bock. Seit 2003 ist das Gebiet rund um den Kaunergrat offiziell als Naturpark anerkannt. Die charakteristische Landschaft besticht durch ihre Unberührtheit, ihre natürlichen und kulturellen Höhepunkte und die vielen Möglichkeiten des Naturerlebens und -begreifens. Dies sind die Kriterien, die für die Riege der 48 Naturparkregionen Österreichs qualifizieren. Die Naturparkgemeinden Fließ, Faggen, Kauns, Kaunerberg, Kaunertal, Arzl im Pitztal, Wenns, Jerzens und St. Leonhard im Pitztal bilden gemeinsam eine Fläche von 592 km² und jede der Gemeinden hat ihre besonderen Reize, die zum Teil bereits über die Naturpark-Außenstellen sichtbar sind. Neben dem Zirbendorf in Jerzens sind weitere Projekte in Ausführung - etwa das Tiroler Steinbockzentrum in St. Leonhard im Pitztal und eine Gletscherausstellung im Quellalpin.

Starke Entwicklungen in der Region

Der Naturpark hat sich zu einem beliebten Ausflugsziel entwickelt, nicht zuletzt durch die Inbetriebnahme des Naturparkhauses im Jahr 2007.  Pro Jahr bieten die Verantwortlichen über 100 Veranstaltungen und Wanderungen an. Mit vier Naturparkschulen und zwei Naturpark-Kindergärten werden ca. 1400 Schüler betreut. Zwei weitere Volksschulen und vier Kindergärten folgen im Juni 2018 als Neuzugänge in das Netzwerk. „Die umgesetzten bzw. in Planung befindlichen Infrastrukturprojekte sind sehr wichtig für die Außenwahrnehmung des Naturparks. Ebenso wichtig sind allerdings auch die vielen kleinen Initiativen und Projekte, die wir in den vergangenen 20 Jahren, in enger Kooperation mit der lokalen Bevölkerung, umgesetzt haben. Gerade nachdem wir in dieser ersten Entwicklungsphase viel Energie in den Aufbau von Strukturen stecken mussten, um den Naturpark sichtbar zu machen, wird in den kommenden Jahren wieder verstärkt die Verdichtung des Netzwerkes im Vordergrund stehen“, so Ernst Partl, der GF des Naturparks Kaunergrat, in einem Ausblick auf die kommenden Aufgaben. Die Höhe der Fördergelder, die seit Vereinsgründung über Naturschutz-, Umweltbildungs- und Regionalentwicklungsprojekte in die Region geholt wurden, beläuft sich auf ca. 4-5 Millionen Euro. Mit einem erheblichen Teil des Betrages lässt sich das naturtouristische Angebot vor Ort kontinuierlich weiterentwickeln.

Naturschutz als gemeinsames Ziel

Die Naturparkregion hat zu den ursprünglich bestehenden Schutzgebieten noch vier weitere in das Tiroler Schutzgebietsnetzwerk eingebracht. Das Ruhegebiet Ötztaler Alpen, Naturschutzgebiet Fließer Sonnenhänge, Naturschutzgebiet Kauns-Kaunerberg-Faggen, Landschaftsschutzgebiet Riegetal, Landschaftsschutzgebiet Arzler Pitzeklamm, Naturdenkmal Piller Moor und in Umsetzung Landschaftsschutzgebiet Kaunergrat. Der Naturpark Kaunergrat versteht es sehr gut, die oft divergierenden Ansprüche, die an eine nachhaltige Regionalentwicklung gestellt werden, in seiner täglichen Arbeit gerecht zu werden. Die Landeshauptmann-Stellvertreterin und Naturschutzlandesrätin Ingrid Felipe begrüßt die positive Entwicklung des Naturparks Kaunergrat: „Besonders freut mich die positive Entwicklung in der Zusammenarbeit mit den Naturparkschulen, die mir als Naturschutzlandesrätin neben der Schutzgebietsbetreuung besonders am Herzen liegt. Im Namen des Landes Tirol möchte ich mich für die wertvolle Arbeit, die hier im Naturparkverein geleistet wird recht herzlich bedanken und wünsche alles Gute für die weitere Entwicklung.“

Grund zum Feiern

Das 20jährige Bestehen wurde vergangenen Sonntag gebührend gefeiert – bei herrlichem Wetter fand ein großes Familienfest beim Naturparkhaus Kaunergrat statt. Für Spiel und Spaß sorgte ein umfassendes Kinder- und Familienprogramm. Rund ums Naturparkhaus durften sich die Besucher an verschiedenen Spielstationen, beim Geo Caching, Klettern und Abseilen versuchen. Die Tierfreunde begeisterten sich beim Haflingerreiten, für Interessierte gab es allerlei Wissenswertes über das Reich der Bienen zu erkunden und Bastelfreunde ließen ihrer Kreativität mit Naturmaterialien freien Lauf.

Für Rückfragen

Tourismusverband Tiroler Oberland
Kirchplatz 48
6531 Ried i.O.
T. +43  50 225 100
F. +43  50 225 110
office@tiroler-oberland.com
www.nauders.com
www.tiroler-oberland.com
www.kaunertal.com

Polak Mediaservice

Dr.-Carl-Pfeiffenberger-Str. 12
A-6460 Imst
T +43 5412 66712
info@polak-mediaservice.at
www.polak-mediaservice.at

Das Naturparkhaus am Kaunergrat ist ein beliebtes Ausflugsziel.

Bildnachweis: Naturpark Kaunergrat / Chris Walch/Breonix (Abdruck honorarfrei)

Ausgezeichnet für besondere Verdienste für den Naturpark Kaunergrat (Pitztal-Fließ-Kaunertal): v.l. kniend: Dr. Werner Schwarz, Dr. Ernst Partl, Naturparkinitiator Elmar Huter; stehend: KR Franz Geiger, Mag. Manuel Wolf, Dr. Kurt Kapeller, LHstvin Mag. Ingrid Felipe, Obmann Ing. Hans-Peter Bock.

Bildnachweis: Archiv Naturpark  Kaunergrat (Abdruck honorarfrei)

Beim Familienfest anlässlich des Jubiläums war für Spiel und Spaß reichlich gesorgt.

Bildnachweis: Archiv Naturpark  Kaunergrat (Abdruck honorarfrei)

Der Naturpark Kaunergrat besticht durch seine charakteristische Landschaft und zählt zu 48 Naturparkregionen.

Bildnachweis: Naturpark Kaunergrat / Bernhard Auer (Abdruck honorarfrei)

Viele Initiativen und Projekte des Naturparks Kaunergrat wurden gemeinsam mit der Bevölkerung realisiert.

Bildnachweis: Naturpark Kaunergrat / Toni Vorauer (Abdruck honorarfrei)

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter.